Der Cargo-Kult am Beispiel der Pailau-Bewegung Katharina Kunze Author
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Universität Hamburg, Veranstaltung: Südseevölker, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff Cargo-Kult bezeichnet ein primär Melanesisches Phänomen, bei dem die Stationierung amerikanischer Truppen auf Inseln mit noch relativ traditionell lebender Bevölkerung religiöse Heilserwartungen auslöste. Die Inselbewohner beobachteten, wie Schneisen in den Wald gerodet, diese beleuchtet und mit weißen runden Schlägern gewunken wurde, auf dass donnernde Stahlvögel zu Boden glitten und 'Cargo' brachten oder abwarfen. Irgendwann kamen keine neuen Güter mehr. Und fortan versuchten die Menschen, die neuen Götter - und damit das Cargo - durch die Nachahmung der beobachteten Rituale wieder herbeizulocken: Sie schlagen Schneisen in den Wald, führen Tänze mit weißen Fächern auf, schnitzen Kopfhörer aus Holz und der örtliche Prophet hisst jeden Morgen die Flagge der Götter - die Stars and Stripes. Dieser sehr verkürzten und natürlich die Skurrilität des Cargo-Kultes betonenden Sicht ist es zu verdanken, dass der Begriff 'Cargo-Kult' auch in der englischen Wirtschaftssprache und unter Programmierern als Synonym für eine effektlose, obwohl 'richtig' ausgeführte Handlung gilt. Darüber hinaus wird gerne von Soziologen die Parallele zum Cargo-Kult gezogen um Kaufräusche und Materialismus in den Industriestaaten zu kommentieren. Eine genauere Betrachtung des Cargo-Kult Phänomens und vor allem der sozialpolitischen Bewegungen innerhalb des Glaubens (in dieser Hausarbeit an der 'Vorzeigebewegung' dieser Richtung, dem Paliau-Kult, illustriert) wird die Tragik-Komik des Populärwissens über Cargo-Kulte jedoch verblassen lassen. [...]

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